Guten Morgen!
Heute bin ich wie fast immer nach meinem Morgenspaziergang noch ein Stück durch die Dresdner Heide gelaufen. Dort sah es immer noch sehr wild aus, nach dem ich bereits gestern wieder kehrt machen musste, weil die Wege mit heruntergefallenen Ästen versperrt waren und mich fast einer getroffen hätte, wenn mich nicht ein Waldarbeiter laut gewarnt hätte.
Aber von vorn: In der Nacht zum Donnerstag 15. Oktober fällt hier in Dresden - Bühlau kurz nach Mitternacht der erste Schnee in diesem Winter. Frühmorgens lagen dann mindestens 5 cm auf den Wegen und Dächern. Gegen 15 Uhr sah es immer noch recht winterlich von meinem Fenster aus zum Fernsehturm hin aus (wo ist der Fernsehturm?):
Jedenfalls, der momentane Busersatzverkehr für die Straßenbahnlinie 11 (wegen der Baustelle Waldschlösschenbrücke ist die Straßenbahnverbindung gekappt) kommt gestern morgen aber noch voran, eben nur etwas langsamer als sonst. Als ich früh im Bus saß muss es an der Haltestelle Plattleite (am Weißen Hirsch) einen kleinen Unfall gegeben haben. Polizei war da, ein PKW stand mit Warnleuchte an der Einfahrt einer Nebenstraße im Weg, ebenso stand am Fahrbahnrand ein Bus der Dresdner Verkehrsbetriebe (aber nicht im Weg!). Der Fahrplan der Ersatzbusse schien auch mal wieder aus dem Takt gekommen zu sein, kamen teilweise 2 Busse fast direkt hintereinander gefahren. Ich freue mich auch deshalb schon darauf, wenn bald wieder die Straßenbahnen bis nach Bühlau durchfahren. Es sieht ja momentan auch ganz gut aus, die meisten Gleiskilometer sind schon gelegt und fast alle betoniert und asphaltiert.
Auf dem Heimweg vom Morgenspaziergang gab es dann Stau am Berg von der Haltestelle Mordgrundbrücke zur Plattleite (Weißer Hirsch) hoch, weil die Feuerwehr Äste entfernen musste, die drohten auf die Straße zu brechen bzw. wahrscheinlich schon unten lagen. Ich stieg jedenfalls am weißen Hirsch aus und wollte in die Heide. Da aber die Laubbäume noch fast alle Blätter dranhaben hat der frische Schnee für zu viel Last auf den Bäumen gesorgt. Der Waldarbeiter erklärte mir dann, dass dann durch die Temperaturen um den Gefrierpunkt die Äste einfach gleich unter der Last abbrechen.
Am Anfang dachte ich noch, dass ich durch den Wald hier durchkomme (ich bin da sehr viel gewohnt, bzw. mache da schon mal viel mit), allerdings lagen da schon so viel stark bewachsene Äste auf dem Boden, dass es wie ein Spießrutenlauf geworden wäre. Und spätestens als fast ständig Äste runterbrachen und einer (aber ein kleinerer) mich fast selbst getroffen hätte bin ich gleich wieder aus dem Wald raus.
Heute dachte ich dann, man kann es doch noch einmal probieren. Und tatsächlich, viele Wege waren schon wieder freigeräumt, oder zumindest die Äste zertrennt so dass man durchkonnte. Es sind wirklich viele Äste runterbrochen in den letzten 32 Stunden seit Beginn der Schneefälle in Dresden. Inzwischen kommt aber eher Regen runter. Schön war es durch die etwas winterliche Heide zu gehen. Mich freut so was immer. Muss ja hier nicht mit dem Auto durch oder so und bin noch jung.
Selbst am Klinikum Weißer Hirsch am Rande der Dresdner Heide gleich bei mir um die Ecke waren die Wege aber noch mit großen Laubbaum-Ästen übersät. Da musste ich dann doch mal ein Foto machen:
Währenddessen entpuppte sich ein "einfacher" Spaziergänger als ordnungsliebender Mensch und hat angefangen ein paar Baum-Teile aus dem Weg zu schleppen:
Der Mann ist die dunkle Gestalt im Hintergrund auf dem Weg, eigentlich wollte ich ihn gar nicht mit fotografieren.
Im Moment gegen 11 Uhr sieht es schon wesentlich weniger winterlich hier aus meinem Fenster heraus aus, als gestern 15 Uhr:
Dafür sehe ich jetzt aber wenigstens wieder "meinen" Fernsehturm (am Horizont etwas mehr links im Bild).
Einen großen Dank auch an dieser Stelle an die fleißigen Arbeiter hier in Dresden am Weißen Hirsch, die ihr "Domizil" in der Nähe der Waldbühne aufgeschlagen haben:
Heute grüßte mich einer freundlich, der mit einer Säge entgegenkam (wahrscheinlich um die Äste zu zersägen),
vor ein paar Tagen habe ich wieder welche beim Wege saubermachen (kehren!) erwischt.
Das sieht hier so toll aus, wenn man durch den Wald geht. Die Wege sind sauber und sogar vom Laub befreit. Die Waldbühne ist wieder hervorragend instandgesetzt worden, so dass wieder Konzerte und andere Aufführungen in der Muschel dargeboten werden. Dazu gibts einen Wandelgang und Gastronomie, Natur-Kinderspielplatz und Heidefeeling. Sauber und toll sieht das Areal jetzt aus. Vor ein paar Monaten war dort fast noch unberührte Natur zu finden und ich fand es schade, dass das alles so vor sich hingammelt.
Jedenfalls ist es jetzt ein Genuss die Wege in der Nähe der Waldbühne Weisser Hirsch zu benutzen!
Danke!
Schöne Grüße aus Dresden - Bühlau von
Rolf Schreiter




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