Freitag, 19. September 2008

Heute fuhr die letze Straßenbahn Linie 11 von Bühlau nach Dresden in diesem Jahr

Hallo!

Heute punkt 17 Uhr und 37 Minuten fuhr planmäßig die letzte Straßenbahn mit dem Namen "Stadt Zittau" (DVB-Nummer 2823) vom Betriebshof Bühlau ab nach Dresden in die Stadt rein:


Auf Grund der Bauarbeiten am Verkehrszug rund um die neue Waldschlößchenbrücke ist eine längere Streckensperrung erforderlich.

Ab heute verkehrt für die nächsten 10 Tage bis zum 29. September 2008 die Straßenbahn Linie 11 ab der Haltestelle Bautzner-Rothenburger Straße nicht wie gewohnt nach Bühlau zum Ullersdorfer Platz sondern zum Fetscherplatz.

Diese Zeit wird genutzt um ein kurzes Stück Strecke bis zur Nordstraße (eine Haltestelle vor dem Waldschlößchen) für das Umsetzen der endenden Straßenbahn vorzubereiten. Danach verkehrt die Linie 11 bis dort hin und fährt anschließend zurück nach Dresden-Zschertnitz mit den hier bekannten Zwei-Richtungs-Straßenbahnen (haben auf beiden Seiten einen Führerstand und auf beiden Seiten Türen).

Die gesamte Maßnahme dauert bis weit ins nächste Jahr hinein. Wenn es nach Plan läuft kann man erst ab August 2009 wieder die gewohnte Straßenbahn Linie 11 nach Bühlau raus nutzen.

Ich hatte erst Bedenken wegen dem Schienenersatzverkehr. Allerdings belehrte mich ein Blick auf den Fahrplan. daß man hier versucht hat sehr bedarfsgerecht vorzugehen. Statt dem tagsüber durchgängigem 10-Minuten-Takt wird in den Hauptbelastungszeiten sogar im 7/8 min-Takt gefahren. Das heißt in einer Viertelstunde genau 2 Busse. In den schwächeren Zeiten wird dann im 10-Minuten-Takt gefahren beziehungsweise in den späteren Abendstunden wie gewohnt aller 15 oder 30 Minuten. Durch den 7 bzw. 8-Minuten-Takt kann insgesamt die geringere Kapazität eines Linien-Gelenk-Busses gegenüber unseren ganz langen 45-Meter-Straßenbahnen kompensiert werden (siehe dazu auch Artikel vom September 2007).

Der erste Bus für den Schienenersatzverkehr fuhr dann genau 17 Uhr 40 ab dem Betriebshof ab:


Ich bin dann in diesem ersten Bus zur "Probefahrt" gleich mitgefahren. Es war, als ob man schon lange auf die Sperrung der Strecke gewartet hätte. An der Mordgrundbrücke stand schon ein Fahrzeug der Dresdner Verkehrsbetriebe für Oberleitungsarbeiten auf den Gleisen. Am Waldschlößchen nahmen Mitarbeiter an der Straßenbahnhaltestelle alle Schilder und Fahrpläne ab, da der Schienersatzverkehr diese Haltestelle so nicht nutzen konnte und auf der Straße an einer separaten Haltestelle hält. Danach ging es heute mit dem ersten Ersatzverkehrbus hoch auf die Radeberger Straße, wo 2 neue Haltestellen als Ersatz für die Nordstraße und das Diakonissenkrankenhaus eingerichtet wurden sind. Auf der Bautzner Straße viel mit dann eine "Horde" von ungefähr 10 Personen in Warnwesten auf, die die Fahrbahn und das Gleisbett inspizierten.

Als ich dann eine gute halbe Stunde später in den Ersatzverkehr der Linie 11 am Bahnhof Dresden-Neustadt wieder einstieg, hatte sich auf der Strecke schon eine Menge getan. An der Kreuzung Bautzer-/ Rothenburger Straße wurde die Betonplatten im Bereich der Gleise der Linie 11 schon herausgehoben. Neue Schienen lagen auf einem Wagen schon bereit.

Im Bereich der Haltestelle des Diakonissenkrankenhaus wurde schon im Verlauf des Tages der Fußweg aufgerissen, die Haltestelle in die Nähe der Tankstelle verlegt und mit gelben Streifen neue Fahrbahnmarkierungen für die Bauzeit verlegt.

Im weiteren Verlauf (Höhe Nordstraße) wurde die Fahrbahn gleich nach der Streckensperrung auf einen Fahrstreifen verengt, so daß hier zwangsläufig Einbahnstraßenverkehr herrscht. Deshalb fährt der Busverkehr in der Gegenrichtung jetzt auch über die Radeberger Straße in die Stadt rein.

Zwischen dem Waldschlößchen und der Haltestelle Angelikastraße standen hintereinander 5 Fahrzeuge für den Oberleitungsbau! Auch danach waren neue Bau-Markierungen auf der Straße zu finden und wurden für die kommenden Wochen neue behelfsmäßige Ampeln aufgestellt.

Jedenfalls bin ich mit dem Ersatzverkehr wieder gut nach Hause gekommen und werde mal beobachten, wie es hier in den nächsten Wochen vorangeht und sich der Ersatzverkehr macht.

Allzeit gute Fahrt wünscht

Rolf Schreiter aus Dresden

Mittwoch, 10. September 2008

Ungewöhnliche Anzeigen in Verkehrsmitteln und auf Werbemonitoren - dank abgestürzter Software unter Windows

Hallo!

Diese defekten Bildschirme fand ich besonders interessant, so daß sie einfach mal ihren Platz im WWW bekommen sollten.

Ich bin ja sehr viel in Dresden unterwegs und es gibt bestimmt auch in anderen Städten Anzeigen zu bestaunen, wo das System abgestürzt ist.

Zuletzt erst wieder in einem Bus im Stadtverkehr in Dresden kam auf dem rechten Display - links ist normalerweise die Haltestellenanzeige und rechts der Info-TV-Kanal zu sehen - das große Logo von "Windows 2000 Professional" und darunter irgendeine Meldung das eben ein Fehler aufgetreten ist wodurch die Anzeige nicht ihrer Aufgabe nachkommt.

Noch toller fand ich aber diese "Werbewand" auf dem Foto im spitzen Haus vor dem Hauptbahnhof Dresden. Die Aufnahme habe ich bereits am 15. August gemacht und auch noch Anfang dieser Woche am 8. September ist der Fehler noch nicht behoben und vorbeilaufende Kunden und Gäste bekommen diese "tolle" Wand zu sehen.


Ganz oben ist ein Monitor zu sehen auf dem Windows XP läuft und das Betriebssystem nach einem Programmabsturz fragt, ob es das abgestürzte Programm ganz schließen soll.

Der Monitor rechts daneben ist gleich ganz ausgeschaltet.

Darunter auf dem rechten Monitor ist schon ein typischer "Bluescreen" von Windows zu sehen, wenn eine schwere Verletzung aufgetreten ist, wonach dann zur Sicherheit Windows beendet wird, aber vorher dem Nutzer noch mitgeteilt wird, wo denn ungefähr der Fehler lag.

Nur der linke untere Monitor hat Glück und darf noch die Werbung des in der Nähe befindlichen Vodafone-Shops verkünden.

Auch das darunter befindliche Werbeplakat einer Bar ist von Software-Pannen zum Glück nicht betroffen.

Schade daß man in den vergangenen Wochen hier nicht die Zeit gefunden hat die Fehler zu beheben, und den Kunden nun eine solche halb defekte und halb ausgeschaltete Werbewand anbietet.

Ich finde es einfach immer wieder interessant, was für Fehlermeldungen ausgespuckt werden und was für Betriebssysteme verwendet werden.

Auf das unsere Computer immer besser werden.

Schöne Grüße aus Dresden von

Rolf Schreiter

Mittwoch, 3. September 2008

Mistkäfer-Vorstoß in der Dresdner Heide mißglückt!

Hallo!

Schrecklich was meine Augen jeden Morgen auf einem Weg durch ein Teilstück der Dresdner Heide alles so sehen müssen. Jeden Morgen wenn ich meinen "Morgenspaziergang" mache das gleiche Bild! "Millionen" von ums Leben gekommenen oder in letzter Not auf dem Rücken liegende und mit allen 6 Beinen strampelnde schwarzglänzende Mistkäfer.

Ich meine, wenn man durch die Heide läuft, sieht man ja schon den einen oder anderen Mistkäfer über die Waldwege kreuzen. Zuletzt lagen aber auf einem Abschnitt so viele getötete Mistkäfer, daß dieses Gemetzel, wie auf dem folgenden Foto zu sehen, mal irgendwo seinen Platz finden muß.


Der Mistkäfer ist vielleicht nicht das beliebteste Tier und hat seinen Weg auch nicht in die heimischen Stuben als Haustier geschafft, aber trotzdem glänzt er ganz interessant in der Sonne, beseitigt stinkende Überreste auf Waldwegen und ist auch ganz niedlich anzuschauen, wenn man sich mal die Zeit nimmt und ihm etwas zuschaut, wie er sich mit seinen 6 Antrieben fortbewegt.

Deshalb ist es das schon wie Horror, wenn der Waldweg auf hundert Metern besät ist mit getöteten Mistkäfern, teilweise in Stücke gerissen, manche liegen noch auf dem Rücken und kommen nicht mehr auf die Beine, weil ein Radfahrer oder Pferd ihren Weg gekreuzt hat, ohne sie warzunehmen. Und ich als Fußgänger habe dann die ehrenswerte freiwillige Aufgabe, ihnen wieder auf die 6 Beine zu helfen, so weit es noch geht, wie beim folgenden Exemplar.


Manche sind ja noch recht munter und suchen sich danach ihren Weg. Manchmal muß ich auch den Sandboden um sie herum etwas glätten, da sie sonst in den zum Beispiel durch Pferdehufe zurückgelassenen Kulen sofort wieder den Halt verlieren würden und im schlimmsten Fall wieder umkippen. Manche sind so entkräftet, daß sie nachdem ich sie wieder auf alle sechse gelegt habe erst mal verschnaufen müssen. Mancher schafft es dann leider nicht mehr weiter und wird von der Waldpolizei (die Ameisen sind natürlich gemeint) abgeholt.



Beim manchem Mistkäfer kommt jede Hilfe zu spät und er ist auf dem Rücken liegend verstorben.


Na jedenfalls habe ich jetzt mal ein paar Bilder gemacht, um das "Vorrücken" der schwarzen Kolonnen zu dokumentieren. Manchmal liegen ganze erledigte Trupps nebeneinander. Das ist dann wirklich nicht mehr schön anzusehen und fiel mir so ins Auge, daß mir das mal einen Blogeintrag wert ist.

Auf dem folgenden Foto sieht man 2 noch funktionierende Mistkäfer, die ich allerdings etwas mehr ins Bild gerückt habe, auf dem sandigen Waldweg, ein weiterer liegt schon tot auf dem Rücken, und der vierte liegt tot rechts hinten bei den Gräsern.


Ich wurde an Bilder von schlimmen Kriegsschauplätzen erinnert, wo dann die Wracks der Panzer nach dem Gefecht in großen Mengen liegen blieben. Auch diese Mistkäfer sind mitten im "Gefecht" liegengeblieben, sie hatten keine Chance gegen Radfahrer, Pferde oder andere Gegner auf Waldwegen. Als Fußgänger erlebt man das viel näher und es sieht teilweise nicht mehr schön aus. Manchmal sind die Mistkäfer von den Reifen so platt gedrückt, daß man die Körperhöhe schon mit einem Messschieber ermitteln müsste. Der Mistkäfer auf dem nächsten Foto ist wenigstens noch etwas in Form, wenn auch sehr zerüttet.


Das soll jetzt nicht heißen, daß man deshalb den Wald für alle Benutzer sperren sollte, man braucht deswegen auch keine Verkehrsprojekte und Brückenbauten abblasen oder verlegen um ihn besonders zu schützen, es soll nur einmal kurz den Fokus auf diese relativ kleinen und - wenn sie auf den Rücken gefallen sind - hilflosen Tiere lenken, die für uns im Wald die "Scheiße" wegräumen.

Also, falls ihr mal wieder im Wald unterwegs seit und einen Mistkäfer seht der auf dem Rücken liegt und mit allen sechsen strampelt, einfach wieder auf die Beine helfen. Er freut sich bestimmt. Und wer sie nicht anfassen mag (manche riechen ja so ein bisschen nach ihrem Job) nimmt einfach ein kleines Stöckchen oder ähnliches und kippt sie vorsichtig damit um.

Also dann noch schöne Grüße aus der Dresdner Heide von

Rolf Schreiter