Sonntag, 2. März 2008

ICE-T - Zwangshalt auf der Marienbrücke wegen Bauarbeiten im Bahnhof Dresden-Neustadt


Hallo Ihr!

Auf meinem heutigen Sonntags-Spaziergang durch Dresden hielt direkt vor meinen Augen ein elektrischer ICE-T mit Neigetechnik auf dem Weg vom Hauptbahnhof Dresden nach Frankfurt am Main am Einfahrsignal des Bahnhof Dresden-Neustadt.

Während ich noch überlegte ob ich diese Aufnahme mache, kam trotz stark bewölkten Himmels für einen kurzen Moment die Sonne heraus, wodurch dieses Foto entstand.

Durch umfangreiche Baumaßnahmen im Bahnsteigsbereich und im Bahnhofsvorfeld (Gleisanlagen und Brücken) die sich noch ein paar Monate hinziehen, und den Bahnhof fit für die Zukunft machen (es werden unter anderem separate Gleise für die S-Bahn geschaffen), kommt es immer wieder durch im Zuge der Baumaßnahmen vorübergehend entfernte Brücken und Gleisanlagen zu Einschränkungen und Behinderungen.

Nach Abschluß der Baumaßnahmen wird der S-Bahn-Verkehr auf der S1 dann von Pirna kommend über den Hauptbahnhof Dresden hinaus bis in den Bahnhof Dresden-Neustadt auf separaten Gleisen erfolgen.

Zur Zeit wird über den weiteren Ausbau Richtung Meißen bis ungefähr Coswig nachgedacht, wo sich die halbstündlich fahrende S-Bahn Linie 1 die Gleise noch mit dem Regional-, Fern- und Güterverkehr teilen muß.

Der auf dem Foto zu sehende bis zu 230 KM/H schnelle ICE mit Neigetechnik verkehrt am Sonntag um diese Uhrzeit mit insgesamt 12 Teilen (Wagen). Zusammengesetzt ist er aus einer kurzen 5-teiligen Einheit und der langen 7-teiligen Einheit, die einzeln und in fast allen erdenklichen Kombinationen von der Deutschen Bahn eingesetzt werden können.

Da aufgrund fehlender Gleiskapazitäten mitunter nicht alle fahrplanmäßigen Züge in den Bahnhof passen, müssen eben manche (so wie dieser ICE) vor dem Bahnhof auf freier Strecke warten.

Die seit der Sanierung von 2 auf 5 Gleise angewachsene Marienbrücke über die Elbe (davon sind aber im Moment nur 4 an den beiden Enden der Eisenbahnbrücke ans übrige Gleisnetz angeschlossen), bietet sich dazu hervorragend an.

Mitunter stehen auch die S-Bahn und der ICE gemeinsam an, wobei dann allerdings der ICE (auch wenn er später ankommt als die S-Bahn) zuerst die Erlaubnis zur Weiterfahrt bekommt, um Verzögerungen im Fernverkehr zu vermeiden.

Im Bildhintergrund auf der Seite der Dresdner Altstadt ist das ehemalige orientalisch anmutende Tabakkontor Yenidze mit oben befindlichem Kuppelrestaurant zu sehen.

Die Brücke auf der ich bei der Aufnahme stehe ist die Marienbrücke für den übrigen Verkehr. Sie wurde inzwischen auch rekonstruiert und bietet ausreichend Platz für 2 Fahrspuren pro Richtung (eine davon muß sich der Verkehr jeweils mit der Straßenbahn teilen) sowie breite Rad- und Fußwege.

Über die Brücke verkehren die zwei Straßenbahnlinien 6 und 11 der Dresdner Verkehrsbetriebe.

Tagsüber sind beide Linien im Fahrgastfreundlichen 10-Minuten-Takt unterwegs. Am Sonntag aller 15 Minuten.

Die Linie 11 verkehrt fast ausschließlich mit den ganz langen 45 Meter Bahnen von Bombardier aus Bautzen (NGTD 12 DD) von Bühlau im Nord-Osten durch die Innenstadt nach Zschertnitz im Süden von Dresden, während auf der Linie 6 vom Betriebshof Dresden-Gorbitz im Westen zum Bahnhof Dresden-Niedersedlitz im Süd-Osten 30 Meter lange Garnituren aus der ersten Niederflur-Generation (NGT 6 DD) und jetzt auch schon öfters anzutreffenden 2. Generation (NGTD 8 DD), sowie mitunter auch noch aus 2 Tatra-Wagen gebildete Einheiten unterwegs sind.

Ein Bild der neuesten Niederflurbahn der 2. Generation in Dresden (derzeit Nummer 23 - ausgeliefert im Februar 2008), findest Du im vorhergehenden Beitrag.

Interessierst Du Dich für den derzeitigen Verkehr in Dresden und hast Fragen, so kannst Du mich gerne per Mail oder Kommentar ansprechen.

Schöne Grüße aus Dresden von

Rolf Schreiter