Mittwoch, 16. Januar 2008

Polizeieinsatz in Dresden wegen Robin Wood, um die (besetzten) Bäume für die neue Waldschlösschenbrücke fällen zu können






Hallo!

Seit 1 Uhr in der Nacht vom Montag zum Dienstag, 15. Januar 2008, ist die Polizei in Dresden im Einsatz, um die Baumbesetzer von Robin Wood von den Bäumen zu holen etc. Nachdem Sie von den Metallvorrichtungen befreit wurden sind, mit denen sie sich an den Bäumen festgemacht hatten, konnten dann auch die Bäume gefällt werden, die der Sanierung und dem Ausbau der Bautzner Landstraße in der Nähe der neu zu bauenden Waldschlösschenbrücke im Wege standen. Zeitweise wurde dann aber innerhalb der Baustelle der Gleiskörper der Straßenbahnlinie 11, der sich an dieser Stelle auf den beiden inneren Fahrspuren befindet, und dadurch auch die durch die Baustelle verengte Straße komplett von (zum Teil schon mal vor ein paar Wochen in der Zeitung zu sehenden) Aktivisten blockiert, so daß der komplette Berufsverkehr aus Richtung Bautzen B6 zum erliegen kam. Ich war gegen 8 Uhr 30 mit der Straßenbahn stadteinwärts unterwegs, mußte allerdings schon ca. 3 bis 4 Kilometer vor der pikannten Stelle mitten auf freier Strecke im Stau mit ca. 30 bis 40 anderen Aussteigen, da ich ja noch weiter wollte. Es stand dann ca. 1,5 Kilometer vor uns die vorhergehende Bahn im Stau und dann direkt am Krisenherd zwei weitere, die nicht weiterkonnten. Dabei bot sich folgendes Bild wie im Blog zu sehen: Auf den Gleisen die Bahnen. Davor Polizei. Ein zwei Kamerateams. Links die Fußgänger, die an den wenigen (im Vergleich zu den sonstigen Tagen, war es wohl noch etwas früh am Morgen für größere Menschenmengen) Demonstranten vorbeiwollten und auch konnten. Und in der Mitte des Bilder ist schon ein Mitarbeiter der Straßenbetriebe zu sehen, der den einen besetzten Baum stutzt.

Das 2. und das 3. Bild sind dann hinter der Stelle aber mit Blick zurück also stadtauswärts gemacht. In der Mitte stehen, von der Polizei zum Glück umringt (ich möchte ja friedlich und unbehelligt in die Stadt kommen) so etwa 20 Aktivisten, während rechts vom Fußweg Sprechchöre und eigenartig dumpfe Trommeltöne geboten werden, und links schon fleißig und unbehelligt dank bereitstehendem Polizeischutz, der Baum bearbeitet wird.

Bild 4 zeigt den Blick über die Elbe am Waldschlösschen in Dresden ca. eine Woche vor dieser Aktion. Vorn und im Hintergrund sind schon einige Details der Baustelle für die neue Waldschlösschenbrücke zu sehen.

Die Gleisbesetzer wurden im typischen Ton von der Polizei ... "Hier spricht die Polizei! Es ist jetzt 8 Uhr 50. Sie haben bis 8 Uhr 55 Zeit, freiwillig die Gleise zu verlassen..." aufgefordert, endlich die Straßenblockade zu beenden. Im Laufe des Tages konnte die Straße auch geräumt und freigegeben werden. Auf einer Länge von ca. 2 Kilometern wurden während dieser Aktion unter Polizeischutz bis auf wenige Ausnahmen fast alle Bäume an der B6 gefällt. Dabei eben leider auch der eine 300 Jahre alte Baum, den Robin Wood seit Mitte Dezember besetzt hielt. Von den Besetzern wurden bei dieser Abholzaktion, die ca. eine Woche zuvor wegen zu großem Menschenauflaufs noch abgebrochen werden mußte, ca. 20 Personen vorübergehend in Gewahrsam genommen.

Die Brücke und das Drumherum ist ja auch für die Dresdner ein leidiges Thema, da zwar beim Volksentscheid vor fast 3 Jahren zwar die Mehrheit für eine Brücke gestimmt hat, es aber trotzdem eine ganze Menge Gegner gibt. In einer Großstadt wie Dresden von einer halben Million Einwohner reicht es ja schon wenn 20 Prozent dagegen sind, und man hat 100 000 Gegner, von denen natürlich nicht alle auf die Straße gehen. Außerdem haben ja auch nicht alle mit abgestimmt, so daß man nicht mit solchen Zahlen direkt rechnen muß. Es zeigt aber, welches ermüdende und unproduktive hin und her hier schon seit geraumer Zeit herrscht. Die Spaltung in Gegner und Befürworter scheint durch alle Ebenen etc. zu gehen, selbst Bürgermeister, Stadtrat, Regierung, Präsidium etc. waren nicht einer Meinung. Die Liste der Argumente könnte schon Bände füllen. Und "zum Glück" kam dann ja noch diese Fledermausart, so daß man wieder ein Argument gegen die Brücke hatte.

Wie auch immer, am meisten finde ich, hat doch die Harmonie gelitten.

Ich wünsche allen blühende Landschaften.

In diesem Sinne

Ihr Rolf Schreiter

Montag, 7. Januar 2008

Abi 1992


Hallo!

Abends irgendwo in Dresden.

Erinnert mich irgendwie daran, daß ich 1992 von der Schule bin, wenn auch mit ordentlichem Abschluß, so aber leider auch ohne Abitur.

War damals schon eine komische Sache, daß von den ganzen Mitschülern aus meiner Klasse die nach der 10. noch aufs Gymnasium wollten keiner gut genug gewesen sein soll, aus dem Nachbardorf es aber die halbe Klasse in die Schule unserer Stadt geschafft hat.

Welche? Das kann man bei www.StayFriends.de nachlesen.

Inzwischen ist es mir aber auch egal, auch wenn ich mal daran dachte Verkehrswesen in Dresden zu studieren und ich dann feststellte, daß mir das Abitur fehlte.

Inzwischen habe ich meinen Meister (Handelsfachwirt) gemacht und dürfte auch Lehrlinge ausbilden, so daß ich noch eine höhere Qualifizierung habe, auch ohne 12 oder 13 Jahre in der Schule gewesen zu sein.

Ich hoffe, Ihr habt alle einen ordentlichen Abschluß.

Gute Nacht.

Euer Rolf Schreiter

Sonntag, 6. Januar 2008

Ziegen in Altkötzschenbroda bei Dresden


Hallo noch mal!

Auf dem weiteren Weg meiner heutigen Wanderung kam ich auch noch an diesem Ziegengehege vorbei.

Da ich Ziegen sehr mag kann ein Foto auf meinem Blog nicht schaden.

Warum ich Ziegen so mag, ja das ist ne nette aber auch etwas traurige Geschichte:

Im Jahre 2004 war ich in der Nähe von Stuttgart auf einem Bauernhof. Eines Tages kam da eine ehemalige Studentin mit ihrem Freund vorbei, weil sie sich ein paar Höfe anschauen wollte, um dort ein Praktikum bzw. freiwilliges ökologisches Jahr zu machen. Jedenfalls war an dem Wochenende auf unserem Bauernhof viel los (eine echte brasilianische Band trat auf und die Gaststube des Bauernhofes war gerammelt voll) und sie half mit beim Servieren und Bedienen der Gäste. Als es dann im Gang von der Gaststube zur Küche zu eng war und sie mit den vielen Tellern (sie hatte das fachmännische Tragen der Teller schon bei Ihren vorherigen Jobs super gelernt) nicht durchkam, stimmte sie einfach ein kurzes hohes Gemecker an (ein Mäh), wie eine Ziege. Nicht daß sie jetzt ewig gemeckert hätte, Nein, sie machte ein kurzes Meckern so wie in etwa Pferde kurz wiehern. Ich fand das so Super, irgenwie einzigartig, so süß und auch niedlich das es mir nicht mehr aus dem Kopf ging. Von ihrem Freund erfuhr ich zufällig, daß sie nach dem chinesischen Horoskop im Jahr der Ziege geboren ist. Ob das was zu sagen hat?

Jedenfalls fuhr sie dann mit ihrem Freund wieder fort und irgendwo hat sie mich berührt. So einfach konnte ich sie nicht vergessen. So ein Wesen hatte ich vorher noch nicht gesehen. Ein paar Tage später habe ich sie auf dem Weg in den Urlaub noch auf dem Bauernhof besucht, wo sie derweil nebenher gearbeitet hat. Ich habe mich kurz mit ihr unterhalten, mehr habe ich mir wegen ihrem Freund nicht getraut. Ach und dann bin ich weiter in den Urlaub gefahren und die nächsten Wochen waren einfach schrecklich. Ich fand sie sehr interessant; so sympathisch und vertraut fand ich selten eine Frau, und außerdem hat sie Wünsche in mir geweckt, die sonst selten eine Frau geweckt hat. So zärtlich und verschmußt und so mädchenhaft, obwohl sie schon Mitte 20 war. Außerdem hat sie in der kurzen Zeit eine Ordnung und Sauberkeit auf dem Bauernhof geschaffen, die mich staunen ließ. Als ich dann aus dem Urlaub wiederkam und mich die russische Praktikantin frug, wie die Frau den so war, als ich mit ihr geredet habe, hinterlies das einfach ne ganze Menge Schmerzen. Dann lief mir auch noch bei einem spätabendlichen Burgbesuch eine Ziege über den Weg und wieder dieses ziegentypische Geräusch, so daß ich an sie erinnert wurde und etwas traurig und sehnsüchtig wurde.

Naja. Wie es halt (auch) im Leben so läuft. Ich habe sie dann nochmal ein paar Monate später (ein letztes Mal) auf einem anderen Bauernhof besucht, vorher immer mal ein paar Mails und SMS ausgetauscht, aber dann hatten wir leider keinen Kontakt mehr. Ist vielleicht auch gut so. Hätte sonst (und hatte auch) die Krise gekriegt bei so einer hübschen Frau, die aber schon vergeben ist. Leider habe ich sie nie gefragt, was sie von mir hält!

Jedenfalls habe ich seitdem ein besonderes Verhältnis zu Ziegen (ich meine hier die Tiere). Habe schon eine ganze Menge über sie gelernt (z.B. ihre hervorragende Intelligenz, im Gegensatz zu ihren meckernden stark wollenen Artverwandten) und wenn ich an einem Ziegengehege vorbeikomme, beobachte ich sie gerne oder spiele mit ihnen, necke sie oder höre ihnen zu.

Und die in einem Ziegenjahr geborenen Mädchen (Frauen), finde ich auch irgendwie interessant.

Tschüß.

Rolf Schreiter

Blick über die Elbe von Radebeul nach (Dresden-) Cossebaude


Hallo an Alle!

Soeben kam hier am Rand von Dresden etwas Sonne mit blauem Himmel zum Vorschein. Deshalb ein kleines Bild von meinem derzeitigen Standort. Am gegenüberliegenden Ufer rechts der Anlegestelle hat meine 1. Freundin gewohnt. Das war vor über 12 Jahren.

Ich wünsche allen einen schönen Sonntag.

Tschüß.

Rolf Schreiter